No. 10, Año nuevo aymara y quechua

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Die Inka verehrten die Sonne, richteten ihren Kalender und ihr Leben nach dieser aus, und brachten ihr Opfer dar. So gibt es zum Beispiel heute noch Sonnentore und Tempel. Auch wurde der Sonnengott „Inti“ verehrt, welcher Vater der ersten Inka sei. Besonders zur Sonnwende am 21. Juni wurde der Sonnenkult zelebriert. Das Neue Jahr begann mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen des 21. Juni des gregorianischen KalendersIMG-20160621-WA0005. So haben auch wir dieses Jahr ein zweites Mal Neujahr gefeiert. Dafür ging es nachts um 4:30 Uhr los. Die Harten feiern natürlich die ganze Nacht durch. Das Ziel liegt auf einem Hügel am Rande Cochabambas. Die „Qollqas“ sind eine Ansammlung kleiner Häuschen, die für diese Nacht von innen beleuchtet sind.20160621_071030 Überall gibt es Lagerfeuer um sich aufzuwärmen und warme Getränke zu kaufen. Nachts wird es mittlerweile nämlich wirklich kalt, meist unter 10°C. Für die Harten wiederum gibt es natürlich auch chicha, Maisbier. Begleitet von einigen Panflötengruppierungen wird so auf den Sonnenaufgang gewartet. Nach und nach versammeln sich immer mehr Menschen, am Ende ist alles20160621_071425 randvoll. Als sich dann pünktlich um 7:10 die Sonne über die Hügel schiebt, streckt Jeder den ersten Sonnenstrahlen des neuen Jahres die Hände entgegen und genießen deren Wärme. Die Panflötengruppen legen erst so richtig los, und den ganzen Tag wird getanzt und gefeiert.

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